Kirchenentwicklungsprozess 2030 als Herausforderung

16.06.2023 | Neun katholische Kirchengemeinden berieten in einer Vollversammlung über die Zusammenarbeit

Die Pfarrgemeinderäte aller neun Kirchengemeinden im Katholischen Dekanat Endingen-Waldkirch haben in einer Vollversammlung in der Steinhalle in Emmendingen über die Zusammensetzung eines neuen Gremiums für die große, neue Pfarrei abgestimmt. 

Das Gremium wird gemeinsam mit der Projektleitung für Kirchenentwicklung 2030 im Dekanat, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen der bisherigen neun Kirchengemeinden sowie den Gremien und Gruppierungen vor Ort die neue Pfarrei auf den Weg bringen. Diese soll zum 1. Januar 2026 gegründet werden und fast deckungsgleich mit dem Landkreis Emmendingen sein.  
 
Insgesamt 150 Personen, davon 113 stimmberechtigte, nahmen bei sommerlichen Temperaturen an der öffentlichen Versammlung am Dienstagabend (13. Juni) teil. Die Moderation des Abends lag bei Barbara Löffelbein und Norbert Hackmann. Dekan Dr. Stefan Meisert stellte das Vorfeldentscheidungsgesetz vor, das im Februar 2023 von Freiburgs Erzbischof Stephan im Rahmen des Kirchenentwicklungsprozesses 2030 verabschiedet worden war und den Umgang mit Entscheidungen regelt, die schon jetzt für die neu zu errichtende Pfarrei notwendig sind. 
 
Mehrere Modelle zur Zusammensetzung des neuen Gremiums standen zur Diskussion und sorgten für kontroverse Auseinandersetzungen. Nach einem engagiertem Austausch und mehreren Wahlgängen stimmten die Pfarrgemeinderäte für einen beschließenden Ausschuss, der dem jetzigen Dekanatsrat entspricht und für pastorale Themen verantwortlich ist. Damit haben neben den Kirchengemeinden auch die Verbände ein Mitsprache- und Abstimmungsrecht bei pastoralen Entscheidungen, die die neue Pfarrei betreffen. 
 
Das Abstimmungsergebnis wurde am Donnerstagabend (15. Juni) in einer Sitzung des Dekanatsrates im Gemeindezentrum Waldkirch diskutiert und die neuen Aufgaben angenommen. Zudem wurde entschieden, dass die sogenannten Werkstätten, die derzeit im Rahmen des Kirchenentwicklungsprozesses Themen bearbeiten und sich aus vielen engagierten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen zusammensetzen, ebenso wie die achtköpfige Projektleitung als beratende Ausschüsse eingesetzt werden.  
 
„Die Entscheidungsfindung für das neue Gremium, das lediglich ein Zwischengremium darstellt, war sehr herausfordernd“, resümierte Dekan Dr. Stefan Meisert. „Das lag nicht nur an der Größe der Veranstaltung, die schon organisatorisch eine große Herausforderung war, sondern auch an der Komplexität des Gesetzes und der generellen Sorge um die Zukunft. Mit dem Ergebnis können wir nun aber sehr gut weiterarbeiten.“ 
 
Die Entscheidung für das Verwaltungsgremium, das sich aus den Stiftungsräten aller neun Kirchengemeinden neu bildet, musste aufgrund der Zeit vertagt werden und findet am 12. Juli statt. 
Datei zum Downloaden


Ansprechpartnerin

Julia Fuchs

Öffentlichkeitsarbeit