Dekanatsrat gibt Votum zum Sitz der "Pfarrei neu" ab
Protokoll der Sitzung am 9. Februar 2023
Der Dekanatsrat hat sich in seiner Sitzung Anfang Februar für Emmendingen als Sitz der Pfarrei neu ausgesprochen. Hier ist das Sitzungsprotokoll.
Dekanatsratssitzung des Katholischen Dekanats Endingen–Waldkirch im Gemeindesaal St. Marien in Teningen
- Geistlicher Impuls
- Regularien
- Informationen und Begrüßung
Franziska Faas ist seit 01.01.2023 im Dekanat Endingen-Waldkirch als Referentin für Engagementförderung tätig. Zu ihren Aufgaben gehören:
Kirchenentwicklung 2023, Systemische Einführung und Weiterentwicklung von Standards im Ehrenamt, Ansprechpartnerin für Ehrenamtliche, Netzwerkarbeit (Schnittstelle für verschiedene ehrenamtliche Themen), Organisation von 3 „Raumschaftstreffen – Für die Gemeinde von morgen“ (eingeladen sind Pfarrgemeinderät:innen und Mitglieder der Gemeindeteams, Themen des Abends sind die Kirchenentwicklung 2030 innerhalb der „Pfarrei neu“ und die zukünftige Rolle der Gemeindeteams). - Kurzinfo aus den Verbänden und Gemeinden (Bericht der kfd).
- Kurzinfo Caritas
Herr Leweling vom Caritasverband stellt 4 Projekte vor: Koordinationsstelle „Palliativcare“; Projekt für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, ist für 3 Jahre gesichert; Projekt „Lebenswert im Alter“. Ausbildung von Pflegepaten. Zielgruppe sind Menschen, die im Ruhestand sind, aber noch etwas arbeiten wollen; Flüchtlingssozialarbeit zieht nach Waldkirch ins Haus ULF - Jugendbüro: Es finden mehrere klassische Grundkurse statt; FSJ-Bewerber:innen stellen sich zur Zeit vor; 2024 findet wieder die 72 Stunden-Aktion, sowie die Romwallfahrt statt
- Votum „Sitz der Pfarrei“: Votum für Sitz der Pfarrei in Emmendingen (Postadresse der neuen Körperschaft):
- An der Glotter: einstimmig
- Emmendingen-Teningen: 10 Stimmen dafür + 1 Enthaltung
- Herbolzheim-Rheinhausen: einstimmig
- Am Litzelberg: einstimmig
- Nördlicher Kaiserstuhl: einstimmig
- Waldkirch: 12 Stimmen dafür + 4 Enthaltung
- Oberes Elztal: 12 Stimmen + 1 Enthaltung
- Mittleres Elz- und Simonswäldertal: war nicht anwesend (Nachtrag per Mail am 10.02.2023: einstimmig)
- Kenzingen: einstimmig
Kirchenentwicklung 2030
- Vorfeldentscheidungsgesetz (VEG): Bis 31.12.2025 bleiben alle Gremien rechtskräftig. Ab 01.01.2026 erfolgt die rechtliche Errichtung der neuen Pfarrei. Davor müssen jedoch schon viele Entscheidungen für die „Pfarrei neu“ getroffen werden. Darum braucht es ein Zwischengremium (Nachtrag: Nach der Dekanatsratssitzung - Veröffentlichung im Amtsblatt am 14.2.2023 - wurde präzisiert, dass zwei Gremien zu bilden sind), das verbindliche Entscheidungen, zu z.B. Verwaltung und Pastoral, treffen kann. Am 15.02.2023 wird das VEG veröffentlicht. Danach ist ein halbes Jahr Zeit, dieses Gremium zu bilden, das noch keinen Namen hat. Am 13.06.2023 findet eine Vollversammlung (Mitglieder aller Pfarrgemeinde- und Stiftungsräte) in der Steinhalle in Emmendingen statt. Dort wird entschieden, wie sich dieses Zwischengremium zusammensetzen wird, z.B. ob der Dekanatsrat das Entscheidungsgremium werden soll (s.o.).
Ab 01.01.2026 wird es kein Dekanat und auch keinen Dekanatsrat mehr geben. Die neue Kirchengemeinde wird einen Pfarreirat haben, der im letzten Quartal 2025 gewählt wird. Darüber hinaus wird es ein Finanzgremium geben. Die Tendenz geht dazu in Richtung Aufsichtsrat statt Stiftungsrat. - Regionaltreffen zum Thema „Gemeinde neu“ und ein Treffen für die Verbände: Treffen für die Seelsorgeeinheiten: Seelsorgeeinheiten Mittleres Elz- und Simonswäldertal, Oberes Elztal und Waldkirch am 14.03.2023 in Waldkirch; Seelsorgeeinheiten Am Litzelberg, Herbolzheim-Rheinhausen, Kenzingen und Nördlicher Kaiserstuhl am 28.03.2023 in Endingen; Seelsorgeeinheiten Emmendingen-Teningen und An der Glotter am 29.03.2023 in Emmendingen. Diese Raumschaftstreffen sollen 2 x im Jahr stattfinden. Zusätzlich soll es im Herbst noch ein Raumschaftstreffen für alle kirchlichen Verbände geben. Der Termin wird noch bekannt gegeben.
- Entscheidung Union/Fusion: Identifikationsgröße muss „unsere Gemeinde“ bleiben. Dabei geht es um die Frage, wie Gemeinde am Ort gestärkt werden kann. Auch an der Namensgebung soll sich nichts ändern. Kirchengemeinden und Pfarreien werden in Zukunft eine Union und keine Fusion bilden. Denn bei einer Fusion müssten sich alle Kirchengemeinden auflösen und neu zu einer zusammenfinden. Deshalb Union, denn das bedeutet, 8 Kirchengemeinden treten einer 9. schon bestehenden Kirchengemeinde bei und bilden damit die neue Pfarrei. Diese 9. Kirchengemeinde ist dann auch Namensgeberin. Gelder und Besitztümer aller Kirchengemeinden werden zusammengeführt. Stiftungsräte und PGRs lösen sich Ende 2025 auf. Zweckgebundene Rücklagen bleiben. Die Satzung für den neuen Pfarreirat wird zurzeit ausgearbeitet. Die Entscheidung, wie sich Gemeinden bilden, muss vor Ort entschieden werden. Gemeinden werden ein Budget bekommen und ihnen wird eine gewisse Hoheit zugewiesen. Es ist noch offen, ob die neuen Gemeindeteams gewählt werden sollen.
- Information Gottesdienste und Gemeindeversammlungen: Dekan Meisert wird in die Samstagvorabend- und Sonntagsgottesdienste gehen und in anschließenden Gemeindeversammlungen Fragen zur Kirchenentwicklung beantworten. Es gibt Überlegungen, Erklärvideos zu komplexen Inhalten der Kirchenentwicklung zu erstellen.
- Arbeitsgruppen Lokales Projekt: Es werden Arbeitsgruppen ausgeschrieben zu Liturgie, Katechese, Trauerpastoral etc. Diese werden auch über Social Media Kanäle ausgeschrieben. Bei Rückfragen kann man sich an Isabelle Molz wenden.
- Verwaltung/Verwaltungsleitung: Die drei bestehenden Verwaltungsprojektstellen werden zu einer Stelle zusammengeführt.
- Bericht vom evangelischen Dekan Rüdiger Schulze: Bis 2060 werden sich die katholischen und evangelischen Kirchenmitglieder halbieren. Die Evangelische Landeskirche hat beschlossen: Gebäude: 30 % Rückgang der Gebäude. Alle Gebäude werden in rote, gelbe und grüne Gebäude eingeteilt. Für die roten Gebäude wird es keine zentralen Mittel mehr für Renovationen, jedoch für Unterhalt geben; Struktur: Bildung von 7 Kooperationsräumen; Personal: Bis 2060 werden Stellen gestrichen.
- Information Veröffentlichung Bericht AG Aktenanalyse: Am 18.04.2023 wird der Bericht der AG Aktenanalyse in einer Pressekonferenz veröffentlicht. Diese wird live übertragen. Am Abend wird es eine Veranstaltung dazu in der Akademie geben. Im März gibt es eine Sonderveröffentlichung über die Entstehung des Berichts im Konradsblatt. Ab dem 18.04. werden Hilfstelefone geschaltet. Bei der Aktenanalyse handelt es sich um eine qualitative und nicht um eine quantitative Analyse. D.h. Missbrauchsfälle wurden von einer Expertenkommision dahingehend untersucht, wie innerkirchliche Strukturen und Entscheidungen Missbrauch begünstigen. Es wird zwei Fassungen geben. Im ersten Bericht sind Orte und Personen nicht erkennbar, um Menschen in ihren Persönlichkeitsrechten zu schützen. Die zweite Fassung enthält klare Namen und geht an die Bistumsleitung. Weitere Informationen: https://www.ebfr.de/hilfe-beratung/hilfe-und-unterstuetzung-bei-sexualisierter-gewalt-2
- Präventionsarbeit: Schutzkonzepte liegen von fast allen Seelsorgeeinheiten vor. Für die neue Pfarrei wird es ebenfalls ein Schutzkonzept geben.
Ende der Sitzung: ca. 22.00 Uhr
