Die Bürgermeister:innen aus dem Landkreis Emmendingen sowie - entsprechend des Dekanatsgebietes - aus Glottertal und Heuweiler trafen sich am Dienstag, 30. April 2024 zu einem Austausch über den Kirchenentwicklungsprozess 2030 im Katholischen Gemeindezentrum St. Bonifatius in Emmendingen. Für den Landrat nahm der erste Landesbeamte Hinrich Ohlenroth teil.
Zum Treffen eingeladen hatte Dekan Dr. Stefan Meisert im Namen des Dekanatsteams und der Lokalen Projektleitung für Kirchenentwicklung 2030. Meisert informierte die anwesenden Bürgermeister:innen über den Stand des Prozesses und die bisher getroffenen Entscheidungen. Auch der zukünftige leitende Pfarrer der Kirchengemeinde An der Elz, Andreas Brüstle, nahm an der Versammlung teil, ebenso Caritas-Geschäftsführer Rainer Leweling.
Der Name (Kirchengemeinde An der Elz) und Sitz (Emmendingen) der zukünftigen Katholischen Kirchengemeinde sind inzwischen ebenso bekannt wie deren leitender Pfarrer und der Personalorientierungsrahmen. Mit der Bewerbungsphase für das neue Leitungsteam stehen weitere personelle Entscheidungen unmittelbar bevor, außerdem wird derzeit die Gründungsvereinbarung für die neue Kirchengemeinde erstellt. Darin wird unter anderem entworfen, wie in der Pastoral auch zukünftig Nähe zu den Menschen vor Ort gewährleistet werden kann – mit weniger pastoralem Personal und größerer Fläche. Eine Sorge der Bürgermeister:innen galt deshalb den Ansprechpersonen vor Ort. Aber auch die abnehmende Zahl der Katholik:innen hat Auswirkungen auf die Kommunen, da caritative, gottesdienstliche und seelsorgerische Angebote vor Ort über die Kirchensteuer der Mitglieder mitfinanziert werden. „Hier werden wir die Einschnitte deutlich spüren“, sagte Dekan Dr. Meisert auch mit Blick auf die Kirchlichen Kindergärten und Kindertagesstätten.
„Auch uns trifft diese Entwicklung“, bestätigte der Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Landkreis Emmendingen, Rainer Leweling. Dessen Verband bietet unter anderem zahlreiche Beratungsdienste für Menschen in schweren Lebenslagen an. Er betonte: „Wir sind Teil der Kirche und gestalten deshalb auch den Kirchenentwicklungsprozess aktiv mit.“ Darin lägen auch viele Chancen, so Leweling und Meisert. „Wir werden uns so organisieren, dass wir im Landkreis Emmendingen im Haupt- und Ehrenamt verlässliche Ansprechpersonen sind“, sagte der Dekan. „Deshalb ist die Netzwerkarbeit ein wichtiger Bestandteil des Prozesses.“ Das verdeutlichte auch das Treffen, zu dem die Bürgermeister:innen trotz voller Terminkalender zahlreich kamen.
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Die Bürgermeister:innen der Kommunen im Katholischen Dekanat Endingen-Waldkirch trafen sich auf Einladung des Dekanats zum Austausch.
Der zukünftige leitende Pfarrer Andreas Brüstle stellte sich den Bürgermeister:innen vor.